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SKNB 1 beendet Negativ-Serie mit sicherem Sieg in Osnabrück 

 

Nach 3 Oberliga-Niederlagen in Folge konnte die erste Mannschaft nach dem Auswärtsspiel bei der SG Osnabrück endlich mal wieder über 2 Punkte jubeln! Nach knapp 5 Stunden Spielzeit hieß es am Ende 5,5-2,5. 

 

Wir gingen schon als Favorit ins Rennen und hatten auch einen sehr guten Start: 

 

Brett 8: 

 

Als einziger war Jarno rein nominell etwas schwächer bewertet als sein Osnabrücker Konkurrent, doch das ließ ihn nicht davon abbringen eine sehr starke und dominante Schwarzpartie zu spielen. 

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Hier öffnete er mutig und stark mit e5 die Stellung gegen den unrochierten weißen Monarchen. Er drückte und drückte und erreichte diese Traumstellung, die die Maschine bereits als Vollpleite für weiß einschätzt.

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So gewann Jarno auch den schwachen c-Bauern und wickelte ins Endspiel ab und führte die Partie fehlerlos zu Ende. 1-0

 

Brett 4: 

 

Doch die Führung hielt nicht lange. Bei Timo ist insbesonders mit schwarz diese Saison der Wurm drin. So musste er sich auch diesmal einen starken Angriff erwehren, er sah die solide Verteidigung, doch wollte er lieber versuchen Gegenspiel zu kreieren. Das ging schief und schließlich ging taktisch Material verloren und er musste leider aufgeben. 1-1

 

Brett 3:

 

In einer französischen Nebenvariante stand Frits optisch sehr früh angenehm und hatte die deutlich bessere Entwicklung. Es tauschten sich die entwickelten Figuren und Frits hatte Druck auf den schwachen b7-Bauern. Auf Kosten eines Doppelbauerns konnte sein Gegner sich etwas befreien, aber die Verteidigung war sehr schwer. Je weniger Material es wurde desto klarer wurde der Vorteil. Frits gewann einen Bauern und hatte einen eingenisteten Springer gegen einen Läufer ohne Wirkung. Sein Gegner beschleunigte das Ende als er in eine Springergabel lief. 2-1

 

Brett 1:

 

Der Gegner von Nick baute sich etwas passiv auf und hatte nach der Eröffnung eine spannende Bauernstruktur mit a6/b6/c7/d6/e6/f7/g6/h6 :) ... Frits hatte somigt die Kontrolle und die aktiveren Figuren.

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In angezeigter Stellung gab sein Gegner nach Lxe4 Lxe4 mit Txe4 die Qualität und holte sich mit Sc5 einen Bauern zurück. Doch der eigene König blieb zu schwach und so aktivierte Nick die restlichen Figuren und fand ein hübsches Mattnetz. 3-1

 

Brett 5: 

 

Oje, wann gewinn ich endlich mal wieder einen gewonnene Partie. Zum siebten Mal stand ich sehr deutlich besser (leider nur 2 Siege). Gegen unser ehemaliges Mitglied Steffen Rachut kam ich mit einer netten Zugumstellung in die vorbereitete Stellung und kannte einige aktive Pläne. Im Vergleich zu Nicks Gegner pushte ich viele Bauern und hatte früh a4/d4/e4/f4 und h4 gezogen. Gefühlt war es für schwarz sehr schwer zu spielen, so opferte mein Gegner schließlich eine Qualle, aber eigentlich sollte das Gegenspiel nicht reichen. 

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Hier hätte ich mal etwas rechnen sollen und ich hätte die Abwicklung mit Lxe6 Sxe6 Dxd5 Dxd5 Txd5 Sxf4 Td7!! gespielt, aber ich war zu faul und habe auf die Mehrqualle vertraut. So verspielte ich in Zeitnot mit 2/3 "Nullzügen" den Vorteil. Musste die Qualle zurückgeben und landete im Totremis Endspiel, was wir dann auch beide einsahen. 3,5-1,5

 

Brett 6: 

 

Sehr stark performte Paul B mit den schwarzen Steinen. Früh hatte er leichte Vorteile und spätestens als sich der gegnerische Springer auf a6 verlief (und nie wieder rauskam) war klar, das nur Paul die Stellung auf Gewinn spielen kann. Nach dem Abtausch der Schwerfiguren pushte er am K-Flügel seine Bauern und bekam durch einen feinen Hebel einen Freibauern auf der h-Linie. In dieser Stelle war der Sieg bereits quasi gesichert. 

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Sein Gegner wehrte sich zwar noch ein wenig und hoffte noch auf eine Pattfalle, doch Paul ließ sich den Vorteil nicht nehmen und sicherte uns den Mannschaftssieg. 4,5-1,5

 

Brett 2: 

 

Bei Frank schien als Kiebitz die Sache früh klar zu sein, als sein Gegner hier einen ganzen Turm opferte, dachte ich (und einige andere) Frank spielt wieder nur 30 Minuten ;). 

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Doch sein Gegner hat unglaubliche Resoursen die das Opfer vollumpfänglich rechtfertigen. Unfassbar! Im letzten Moment sah Frank das Unheil, gab rechtzeitig das Material zurück und kämpfte sich aus einem leichte schlechteren Mittelspiel ins ausgeglichene TS Endspiel mit jeweils 4 Bauern. Hier hatte nun Frank das genauere Spiel und schaffte es am Ende doch noch die nominellen Unterschiede in einen vollen Punkt umzuwandeln. Ein hartes Stück Arbeit für Frank. 5,5 - 1,5

 

Brett 7: 

 

Bei Hans lief die Eröffnung eher bescheiden, das erste Bauernopfer war noch korrekt das zweite etwas zweifelhaft. So lief er die ganze Zeit dem Bauernrückstand hinterher und seine etwas bessere Entwicklung rechtfertige den Nachteil nur bedingt. Aber er kämpfte stark und hatte im Endspiel noch Optionen zu tricksen und das obwohl er zwischenzeitlich sogar eine Figur spucken musste. Doch ein Turmgewinn machte Hoffnung. Am Ende entschied der starke Freibauer des Osnabrückers zu seinen Gunsten. Schade. 5,5-2,5

 

Durch die hohe wie überraschende 6-2 Niederlage von Bremen gegen Lehrte überholten wir die Hansestädter und liegen vor der Abschlussrunde auf Rang 5. 

 

Zum Abschluss empfangen wir in Nordhorn den Tabellenzweiten vom Lister Turm 2 die in Krchweyhe deutlich mit 7,5-0,5 untergingen. 

 

Ansonsten verlor Hellern ein enges Duell gegen Oldenburg mit 3,5-4,5 und auch Uelzen verlor mit 3-5 gegen Delmenhorst. Somit gibt es im Nachholspiel am 6.April ein spannendes Duell um Rang 9 zwischen Uelzen und Hellern. Sollte Kirchweyhe den Aufstieg im Playoff-Spiel verpassen, könnte das noch den Abstieg bedeuten. 

 

Fabian Stotyn