Trainingszeiten

Jugendliche:
Montag 17:00 - 18:00 Gr. B
17:00 - 18:30 Gr. A
Freitag 17:30 - 19:00 Uhr (alle Gruppen)
Erwachsene:
Montag ab 19:00 Uhr
 
Spiellokal: HRS Nordhorn-Süd (ehem. Elisabethschule)
  Friedrich-Runge-Str. 28; 48529 Nordhorn

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Quali zu den Deutschen geschafft !

 

 

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Mit einem 2-2 Unentschieden gegen Eintracht Berlin wurde der 4.Platz und damit die Qualifikation zur deutschen Meisterschaft geschafft ! Am Ende erreichten wir 7-3 MP und es fehlte nur ein halber Brettpunkt zur Vizemeisterschaft.

 

Am vergangenen Wochenende fanden in der Jugendherberge in Burg Stargard die Norddeutschen Meisterschaften der Altersklasse u14w statt. Unterstützt wurden wir bei unserem Ziel uns für die deutschen zu qualifizieren dankenswerter Weise von Lena Reichelt (Hamelner SV). Neben Lena spielten noch Inken, Jule und Insa.

 

Die Chronologie von Freitag Mittag bis Montag Abend:

 

Freitag 13:45 Uhr wir starten unsere Fahrt aus Nordhorn, planmäßig sind wir 6 Stunden unterwegs und somit pünktlich zur Anmeldefrist vor Ort, wäre da nicht ... genau Stau stockender Verkehr und am Ende auch noch ein paar rote Ampeln Ankunft 22 Uhr hmm ...

 

Nunja ein Dank geht nach Berlin an Hanna Greßmann und Olaf Sill, die die Anmeldung für uns übernommen haben und uns auch Essen zur Seite gelegt haben. Ebenso haben wir noch auf der Fahrt von denen die Auslosung bekommen. So wussten wir bereits das wir nominell an Position 4 gesetzt sind und damit das Ziel TOP 5 durchaus realistisch ist. Nach der Stärkung ging es dann natürlich auch schnell ins Bett um am nächsten Morgen fit für den ersten Gegner aus Friedrichshagen zu sein.

 

Nun die ominöse erste Runde, immer schwierig, vor allem als nomineller Favorit. Den ersten Brettpunkt holten dann aber doch wir ... Inken verzog sich in der Eröffnung und stand früh mit weiß bescheiden. Doch baute sie eine Falle auf, in der ihre Gegnerin hineintappte --) Damengewinn, Aufgabe 1-0. Kurz darauf kassierten wir allerdings den Ausgleich. Insa baute sich gut auf, übersah aber das der Bauer den sie geschlagen hat gedeckt war. Schade mit der Minusfigur war es nicht mehr zu halten. Das Glück der Tüchtigen hatte auch Jule, die davon profitierte das ihre Gegnerin ihre Dame nicht aus der Fesselung zog. Ein taktischer Einschlag gewann entscheidendes Material und schließlich die Partie. Einen starken Auftritt legte Lena in ihrem ersten Spiel für Nordhorn hin. Total sicher verbesserte sie ihre Stellung, gewann einen Bauern und brachte das Endspiel sehr sicher nach Hause. 3-1 gewonnen, schöner Auftakt!

Als zweites folgte das Topspiel gegen den deutlichen Favoriten von den Schachpinguinen aus Berlin. Gegen den späteren Norddeutschen Meister schlugen sich unsere 4 stark verbessert zur ersten Runde. Insa spielte mit weiß viel sicherer und bot ihren Gegnerin mit knapp 300 Punkten sehr lange paroli, bis sie leider mit einem Blackout in ausgeglichener Stellung die Dame verlor. Jule hingegen konnte in interessanter Stellung sogar einen Bauern gewinnen. verpasste aber ihre Figuren zu koordinieren und verlor taktisch eine Figur, schade danach ging nichts mehr. Inken spielte ein starkes Wolgagambit, gewann sogar den geopferten Bauern zurück und stand sehr gut. Leider funktionierte die Abwicklung ins Endspiel nicht optimal und der erneute Minusbauer war schließlich ausschlaggebend für das 0-3. Nun kämpfte nur noch Lena. Aus der Eröffnung kam sie ebenfalls sehr gut raus, Aktiv, Raumvorteil sah gut aus. Doch ihrer Gegnerin gelang es Gegenspiel zu generieren und einen Bauern zu gewinnen. Doch Lena schlug ihre starke Konkurentin mit den eigenen Waffen, konterten mit einem Gegenangriff der mit einer Mattkombo belohnt wurde, stark! Übrigens die einzige Einzelniederlage des Norddeutschen Meisters !!

Nun nach der Niederlage wollte wir eigentlich noch zur Sommerrodelbahn, aber nein die Partie hat 5 min zu lange gedauert, Rodelbahn geschlosssen, verschoben. Zum Trost gab es Schokolade vom Aldi, welches mit Lidl-Schildern ausgeschildert war :) oder so ähnlich ...

Runde 3: Gegen den vermeintlich leichten Gegner vom Ausrichter Neubrandenburg 1. Aber so klar wie es das Gesamtergebnis von 4-0 erahnen lässt, war es sicherlich nicht ... Insa spielte keine gute Eröffnung, nach 10 Zügen schien die Partie verloren, aber die Gegnerin wollte die Figur nicht und ab da war Insa im Turnier angekommen. Sie selber gewann nun eine Figur, tauschte Material und fuhr den Punkt zum 1-0 ein! Kurz darauf erhöhte Inken am Spitzenbrett. Sehr souverän belagerte sie ihre passiv spielende Gegnerin und gewann über verschiedene Fesslungen und so eine Figur, dann die Dame und schließlich die Partie. Jule hingegen griff trotz Lieblingssystem direkt nach der Eröffnung fehl und hätte eigentlich auch einen Springer verlieren müssen, aber auch die Situation überstand Jule schließlich ohne Material zu verlieren und so setzte sich dann doch die höhere Spielstärke von Jule durch = 3-0! Dritte Runde zum dritten mal war es Lena vorbehalten noch als letzte zu spielen. Sie stand auch etwas unter Druck, konnte die Situation aber schließlich mit einer schönen Taktik lösen. Kam in Vortei fing einen Läufer ein und der Rest lief einfach :), 4-0 !! Wer weiß wofür die Brettpunkte noch wichtig sind. 4.Runde gegen Borussia Friedrichsfelde (Berlin), ja genau die Berliner die uns am Anreisetag so sehr unterstützt haben. "Gastgeschenke" haben wir dann doch verteilt, aber sie wurden abgelehnt. Ein sehr "merkwürdiger" Mannschaftskampf, selten musste ich sowas miterleben :). Das positive zuerst. Zwar war es der 1-1 Ausgleich den Insa herstellte. Aber die Partie war die einzige die einen Start- Zielsieg brachte. Früh gewann Insa durch eine Fesselung eine Figur, tauschte ab und siegte. Kommen wir zur ersten "interessanten" Partie ... Hin und her ging es bei Inken, Eröffnung war nicht so gut ... kämpfte sich stark zurück holte ihren Minusbauern zurück und stand richtig stark mit Mattmotiven und so weiter ... Aber ein falsches Damenmanöver Da1 Db2 statt sofort Db2 vergab den Gewinn und kurz danach hatte Inken ein blackout und ließ sich ihre Dame fesseln, statt zumindest ins remisliches Endspiel abzuwickeln. Bei Lena war es fast ähnlich nur nicht so extrem. Baute sich sehr gut und aktiv auf, tauschte allerdings eine falsche Figur und wurde extrem unter Druck gesetzt. Die Folge war ein Bauernverlust, aber wie schon in Runde 2 suchte Lena ihr Glück im Gegenangriff, auch diesesmal kam sie dadurch zumindest zum Teilerfolg. Ihre Damen-Läufer-Batterie blickte zusammen mit dem aktiven Turm Richtung gegnerischen König, so dass ihre Gegnerin eine Zugwiederholung vorschlug. Da Jule zu dem Zeitpunkt auf Gewinn stand, passte uns das Remis auch gut in den Kram. Das "frechste" war wohl das Jule ihre Partie noch gewinnen konnte :), sie selbst musste am Ende etwas schmunzeln und wunderte sich, wie sie das noch gewinnen konnte. Was war passiert: Das scheinbar "langweilige" Französisch-Abtausch war so gar nicht langweilig und nach 12 Züge war Jule schon fast Matt. Mit ein paar Tricky-Züge kämpfe sie sich zurück in die Partie und hatte "nur" 2 Minusbauern. Als ihre Gegnerin dann eine Qualität opferte hätte Jule mit aktiven Zügen tatsächlich alles parieren können, aber just in dem Moment fing sie wieder an passiv zu spielen, hmm und plötzlich komme ich in Saal und sie steht einen Zug vor Matt. Aber irgendwie ging die Partie doch weiter und dann steht die Mehrqualle, puh durchatmen, den Schlussakt spielte sie dann sehr gut zu Ende. 2,5 gewonnen, GLÜCK gehabt. Zudem noch "Losglück" für die finale Runde es geht gegen den Setzlistenfünften, während sich die Nummer 2 und 3 im direkten Duell gegenüberstehen. Ein Sieg reicht für Rang 3 ein hoher Sieg für Platz 2, eine Niederlage und wir fliegen mit Rang 6 aus den Qualiplätzen. Der Start glückte im Großen und Ganzen. Die Weißbretter Jule und Inken mussten sich jeweils mit 1. h6 / g6 und Lg7 auseinandersetzen. Das machten auch beide nach Durchsicht der Partie sehr gut. So war es auch Jule die relativ früh mit einem schönen Abzugsangriff der ersten Brettpunkt holte. Zu der Zeit konnte Lena bereits eine Qualle + 2 Bauern erobern und auch Insa eine Figur (gegen 2B) gewinnen. Inken griff richtig cool an, gewann einen Bauern und hatte Chance den Sack zuzumachen, leider 2 Züge zu lange mit dem Öffnen der Stellung gewartet und schon hatte schwarz wieder Gegenspiel. In einer schwierigen Stellung mit 2TB gg D verlor sie etwas die Übersicht, dann eine Qualität und dann komplett den Faden, obwohl es zunächst noch gar nicht so klar war. Ok 4-0 geht nicht mehr, aber bei Lena und Insa sieht es ja gut aus. Zudem Geht das Konkurrenzspiel 2-2 aus. was bedeutet 2,5 BP und wir sind Vizemeister, beim 2-2 bleiben wir vierter. In Zeitnot geht dann leider noch ein bisschen was schief. Insa läuft die Zeit weg, und der entscheinde Plan fehlte, daher Zugwiederholung gemacht und Remis. Lena verlor auch unter Zeitdruck die Qualität hatte aber weiterhin ein T-Endspiel mit 2 Mehrbauern. Nun war es aber nicht mehr so einfach. Die Gegnerin macht Dauerschach um rauszulaufen müsste sie 1-2 Bauern geben, aber die Aktivität von K+T hätten vermutlich gereicht. Aber nicht schlimm! Remis ist auch gut und haben unser primäres Ziel, die Quali, erreicht !!

 

Das insbesondere Lena mit dem Turnier sehr zufrieden sein kann, zeigt auch die inoffizielle DWZ-Auswertung:

 

Lena 4/5 +93 = 1393

Jule 4/5 + 67 = 1317

Insa 2,5/5 -8 =  1025

Inken 2/5 -28=  1361

 

Nach der letzten Runde ging es dann noch auf 2 Fahrten der Sommerrodelbahn und schließlich wieder auf die 6-stündige Heimfahrt.

 

Wir freuen uns nun auf die deutschen Meisterschaften vom 26.-30.12. in Düsseldorf!

 

Fabian Stotyn