Trainingszeiten

Jugendliche:
Montag 17:00 - 18:00 Gr. C (geb. 1999 und jünger)
17:00 - 18:30 Gr. A u. B (geb. 1998 und älter)
Freitag 17:30 - 19:00 Uhr (alle Gruppen)
Erwachsene:
Montag ab 19:00 Uhr
 
Spiellokal: HRS Nordhorn-Süd (ehem. Elisabethschule)
  Friedrich-Runge-Str. 28; 48529 Nordhorn

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    Training

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Zweite Mannschaft gewinnt knapp gegen den SG Osnabrück

 

In einem Heimspiel in der 7. Runde der Landesliga Nord erreichte die Zweite ein knappes 4 ½ - 3 ½ gegen die SG Osnabrück.

 

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Dies war unser erster Sieg in der laufenden Saison, doch muss man selbstkritisch genug sagen, dass der Sieg, wenn man sich die Partien im Detail so anschaut, auch etwas glücklich war. Doch, im Vergleich zu manchen unglücklich verlorenen Kämpfen in den Runden zuvor, waren wir heute eben mal dran!

 

 

 

Brett 4:

Ich (=H.-J. Schrader) war als Erster fertig. In einer selten gespielten, mit jedoch so halbwegs bekannten, Eröffnungsvariante, war mein erstes Bauernopfer gegen Initiative noch Theorie und durch weißen Vorteil begründet. Doch diesen Vorteil bzw. Initiative konnte ich nicht festhalten, setzte schließlich in dem resultierenden Turmendspiel mit Minusbauern noch alles auf die Karte freier g-Bauer, was mich – bewusst - einen weiteren Bauern kostete. Doch die Karte stach leider nicht, und so musste ich im Zug 39 aufgeben.

0 – 1

 

Brett 1:

CM Fabian Stotyn zog in der Eröffnung, anstatt seine Entwicklung zu beenden, zwei Mal mit dem gleichen Springer (nach d5), was nicht nur grundsätzlich zweifelhaft war, sondern diese Figur auch zu einem potentiellen Angriffsobjekt mittels c4 machte. Dadurch lag die Initiative klar auf der weißen Seite, der Osnabrücker behandelte die Stellung positionell gut, hielt die Initiative fest, und so musste Fabian ab ca. Zug 15 in einer schwierigen Stellung Probleme lösen, was ihm nicht ohne Ungenauigkeiten gelang. Und so ging im Zug 28 auf c7 kurioserweise genau der Springer verloren, mit dem er in der Eröffnung auf Abenteuerreise gegangen war.

0 – 2

 

Brett 6:

Der Gegner von Andre Kölber wich als Erster im Zug 14 von einer langen Theorievariante ab, spielte etwas konzeptlos, was Andre ab Zug 18 einen klaren Vorteil einbrachte. Diesen münzte er in einen Königsangriff um, was ihn ab ca. Zug 27 eine Gewinnstellung einbrachte. Es endete im Zug 39 mit weißem Mehrläufer in einer Halbmatt-Stellung. Eigentlich der, aus unserer Sicht, einzige sauber und auch gut ausgespielte Gewinn des Tages.

1 – 2

 

Brett 5:

Nach einer ruhigen Eröffnung wurde es dann ab ca. Zug 14 scharf, nachdem Michael Rosin mit Dxb2 den berühmten „poisoned pawn“ genascht hatte. In diesem Fall war er aber durchaus nicht vergiftet, brachte jedoch auch nicht mehr als Ausgleich, denn Weiß konnte sich sein Minusmaterial mehr oder weniger forciert wieder zurückholen. Doch die schwarzen Figuren, insbesondere die Dame, standen durch diese Abwicklung sehr aktiv, und so bekam Michael ab Zug 26 einen klaren Vorteil bis Gewinnstellung. Diesen verspielte er jedoch zum Ausgleich, bekam ihn wieder zurück, verspielte ihn wieder – bis dann im Zug 31 und 32 der Gegner unter dem Druck zusammen brach und die entscheidenden Patzer produzierte (ein Patzer kommt schließlich selten alleine…). Dies bescherte Michael mit 32… Dxd2 einen Mehrläufer und den Handshake des Osnabrückers. Glücklich gewonnen, doch im Ganzen betrachtet auch gut gespielt.

2 – 2

 

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Brett 8:

Das Spiel des Gegners von Arno van Akkeren habe ich, ich muss es gestehen, wirklich nicht verstanden – aber vermutlich war er auf „Verwirrung“ aus und wollte unkonventionell spielen. Dieses gelang ihm aber überhaupt nicht, denn Arno hatte alles im Griff und stand fast die gesamte Partie über immer auf klaren Vorteil, der ab Zug 26 objektiv in eine Gewinnstellung mündete. Jedoch, zum Glück für Arno, übersah der Osnabrücker im Zug 30 eine Taktik, die ihm nicht nur den Ausgleich, sondern auch einen kleinen Vorteil eingebracht hätte. So bekam Arno seine Gewinnstellung wieder zurück, und nach zwei weiteren gegnerischen Zügen, die über meinen Horizont gehen, endete es im Zug 41 mit Mehrqualität, drei Mehrbauern und dem Glückwunsch für Arno.

3 – 2

 

Brett 6:

Ich weiß nicht so genau, wie ich die Partie von Jan Van Der Veen korrekt charakterisieren soll, aber ich denke, Jan mag es mir verzeihen, „chaotisch“ trifft es wohl am besten. OK – von Anfang an: Jan hatte sich durch präzises Spiel so ab ca. Zug 20 objektiv eine Gewinnstellung erspielt, was er jedoch in der Folge über klaren, dann kleinen Vorteil bis Ausgleich wieder vergab. Dann war er so ca. ab Zug 30 auf seine Inkrements runter – und jetzt wird es chaotisch, denn spätestens ab so ca. Zug 35 habe ich gar nichts mehr in dieser Partie verstanden. Die Brocken flogen nur noch so über das Brett, und obwohl der Osnabrücker noch einige Minuten auf dem Drückmich-Chronometer hatte war er es, der damit begann, unglaublich herum zu patzen – ich glaube Jan’s kritische Zeitnot, andauernd nur auf Sekundenebene, hatte ihn nervös gemacht? Als ich die Partieerfassung im Zug 42 wegen Unleserlichkeit abbrechen musste, hatte Jan jedenfalls ein gewonnenes Endspiel mit Turm gegen Läufer vor sich, welches Weiß 6 irrelevante Züge später aufgab. Gute Nervenstärke von Jan!

4 – 2

 

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Brett 2:

Nach ähnlichem Muster, wie in den Partie bisher (Ausnahme Andre), verlief es auch bei Patrick Wiebe, denn er erspielte sich durch sein gewohnt präzises Spiel um Zug 28 herum einen klaren Vorteil, dann einen Mehrbauern – und damit wohl objektiv eine Gewinnstellung. Ich weiß nicht, ob hier auch Zeitnot im Spiel war, jedenfalls vergab er in der Folge alle seine Trümpfe wieder, Schwarz bekam Angriff und einen -/+ Vorteil. Doch typischerweise so um Zug 39/40 herum verspielte auch er wieder alles, und Patrick konnte sich im Zug 42 in ein Dauerschach retten.

4 ½ - 2 ½

 

Brett 7:

Wer ist für die längste Partie des Tages in der Regel zuständig? Richtig – Thorsten Wolterink, denn dieses Mal waren es 74 Züge. In einer positionell schwierigen Partie war es immer der Osnabrücker, der mindestens einen kleinen Vorteil hatte, doch so richtig was los war auch nicht. Ab Zug 26 waren dann nur noch jeweils die drei Schwerfiguren auf dem Brett, und jetzt ging das relativ endlose Tetris-Geschiebe los. Doch auch hier war Weiß immer besser und gewann, mit aktiver Stellung, im Zug 34 einen Bauern. Der Druck hielt an, mit dem Ergebnis eines zweiten Mehrbauers im Zug 45, mittlerweile in einem Turmendspiel und einer superklaren +- Wertung. Es folgten 30 weitere Züge der Agonie, in denen für Thorsten nichts mehr ging.

4 ½ - 3 ½

 

Hoffentlich haben wir jetzt nicht unser ganzes Glück verbraucht, denn ich denke, dass wir das in der nächsten Runde gegen den Tabellenzweiten Werder Bremen 3 wieder benötigen…

 

Glücks-Grüße

Jochen, 25.02.19