Trainingszeiten

Jugendliche:
Montag 17:00 - 18:00 Gr. C (geb. 1999 und jünger)
17:00 - 18:30 Gr. A u. B (geb. 1998 und älter)
Freitag 17:30 - 19:00 Uhr (alle Gruppen)
Erwachsene:
Montag ab 19:00 Uhr
 
Spiellokal: HRS Nordhorn-Süd (ehem. Elisabethschule)
  Friedrich-Runge-Str. 28; 48529 Nordhorn

Nächsten Termine

  • 24.06.2019 | 19.00
    Offene Nordh. Schnellschachmeisterschaft

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Andre Elbert (SV Veldhausen 07) ist neuer Kreismeister 2019

 

Die Kreismeisterschaft 2019 wurde am 01./02.06.19 in einem 5-rundigen Turnier im Schnellschachmodus (60 min/30 Züge, 30 min/Rest) ausgespielt. Gastgeber war der SKNB.

 

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In einem ebenso spannenden, wie schönen Turnier, holte sich Schachfreund Elbert aus Veldhausen (Setzplatz 4) knapp mit einem halben Punkt Vorsprung den Titel des neuen Kreismeisters, Zweiter wurde SF Schrader (SKNB, Berichterstatter), punktgleich mit SF Höllmann (SKNB), jedoch der besseren Feinwertung.

 

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Von l. nach r.: Elbert, Höllmann, Schrader

 

Das Feedback der Teilnehmer war durchweg sehr positiv, sowohl was die lockere Atmosphäre, als auch den Zeitmodus betrifft. Verbesserungspotential besteht ausschließlich in der Teilnehmerzahl, die mit 6 Spielern – nicht nur mir vollkommen unverständlich – doch etwas knapp bemessen war. Dabei war der Verlauf durchaus spannend und wirklich alle Partien wurden „bis aufs Messer“ ausgekämpft – in 15 Partien gab es nur zwei Remis!

 

Die Überraschungen begannen bereits in der 1.Runde, in der die Wertungsfavoriten Höllmann (Zeitüberschreitung in Verluststellung gegen Schrader - die letzten ca. 5 Züge sind allerdings nicht mehr rekonstruierbar) und Brinkers (gegen Elbert) Niederlagen einstecken mussten. Nur der Wertungsbessere Scheffner wurde seiner Favoritenrolle mit einem Sieg gegen Recke (SV Bad Bentheim) gerecht.

 

Alle drei Erstrundensieger setzten in der 2. Runde ihre Siegesserie fort. Scheffner mit einem etwas überraschenden Sieg gegen Höllmann, Elbert gewann gegen Recke und Schrader setzte Brinkers Matt.

 

In der 3. Runde drehte sich dann aber das Bild. Höllmann kann zu seinem ersten Sieg in diesem Turnier (gegen Brinkers), Schrader unterlag vollkommen überraschend und sehr deutlich in einem „Bad Bentheimer Lokalderby“ dem klar niedriger gewertetem Schachfreund Recke, nur Elbert setzte seine Siegesserie aus den ersten beiden Runden gegen den eigentlichen Favoriten Scheffner fort.

 

 

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Bis auf den späteren Turniersieger Elbert hatten am ersten Tag also alle schon mindestens eine Niederlage einstecken müssen.

 

Doch in Runde 4 war jetzt auch der Tabellenführer Elbert damit dran, Blut zu lassen, denn er unterlag Höllmann, der damit in einer Siegesserie, beginnend aus der Runde zuvor bis zum Turnierende, in einer Aufholjagd durchstartete. Die Schlüsselbegegnung und eine gewisse Turniervorentscheidung war aber vielleicht Schader <-> Scheffner, die sich in einer, für unsere Verhältnisse jedenfalls, hochklassigen und spannenden Partie nach 62 Zügen auf ein hart ausgekämpftes Remis einigten. Brinkers schlug, mehr oder weniger erwartungsgemäß, in einer wilden Partie Recke.

 

Der Stand vor der 5. und entscheidenden Runde war also:

Elbert 3 Punkte, Schrader und Scheffner 2.5, Höllmann 2, Brinkers und Recke je einen Punkt. Bezüglich des Turniersieges war also, zumindest was die ersten drei betraf, noch alles möglich.

Auch was die Paarungen betrifft, war die Dramaturgie auf dem Höhepunkt angekommen!

 

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Die spannende Schlussrunde läuft!

 

Wie bereits erwähnt vollendete SF Höllmann seine Siegesserie, in dem er gegen SF Recke erneut gewann. Nach den beiden „Startnullen“ also eine beachtliche Aufholjagd, die am Ende sehr verdient mit dem dritten Platz belohnt wurde.

 

Die Entscheidung über den Turniersieg lag also in den Händen von Elbert, Scheffner und Schrader. SF Scheffner katapultierte sich dann aber leider selbst aus dem Rennen um die Plätze, als er gegen SF Brinkers zweizügig einen Turm einstellte! Damit wurde es am Ende leider nur der undankbare 4. Platz für ihn.

 

Die längste, und auch turnierentscheidende Partie, lief zwischen Elbert und Schrader (Letzterer in einer „must-win“-Situation um den Turniersieg) – alles war noch offen. Die Partie war die ganze Zeit über klarer Ausgleich, als Elbert im Zug 25 Remis anbot (denn damit hätte er das Turnier gewonnen), was aber – natürlich – von Schrader abgelehnt wurde. Im Zug 27 landete man dann in einem Springerendspiel, mit Vorteil Schrader, aber keine Gewinnstellung. Schrader, mit einem starken Bauernzentrum, kämpfte verbissen weiter, probierte es mal hier, mal da, immer mit Vorteil, doch es passierte nichts Entscheidendes, bis Schrader im Zug 40 überzog (must win!) und zwei Züge später zwangsläufig einen Bauern eingebüßt hätte – wenn Elbert jetzt nicht das schnelle Schrader’sche Remisangebot akzeptiert hätte („Eh‘ ich’s noch verpatze…“). Vermutlich war die Abbruchstellung für Elbert gewonnen, doch einfach war es nicht. Es wäre noch saubere Technik gefragt gewesen, die Zeit wurde knapp (jeweils noch so knappe 10 Minuten – ohne Zeitaufschläge/Zug) und mit dem Remis hatte er den klaren Turniersieg sicher in der Tasche!

 

Endstand: Elbert 3.5, Schrader/Höllmann 3, Scheffner 2.5, Brinkers 2, Recke 1.

 

Ein sehr kampfbetontes und sehr spannendes Turnier, mit einer ganzen Reihe gehaltvoller Partien, war zu Ende.

Mir hat es großen Spaß gemacht und ich bin im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder dabei!

 

Du auch?

 

Durchgeschwitzte Grüße

Schrader, 03.06.19