Trainingszeiten

Jugendliche:
Montag 17:00 - 18:00 Gr. C (geb. 1999 und jünger)
17:00 - 18:30 Gr. A u. B (geb. 1998 und älter)
Freitag 17:30 - 19:00 Uhr (alle Gruppen)
Erwachsene:
Montag ab 19:00 Uhr
 
Spiellokal: HRS Nordhorn-Süd (ehem. Elisabethschule)
  Friedrich-Runge-Str. 28; 48529 Nordhorn

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Zweite Mannschaft gewinnt in Hellern

 

Gegen den SV Hellern 2 gelang der Zweiten Mannschaft in einem Auswärtsspiel in der 2. Runde der Landesliga Nord am 27.10.2019 ein überzeugender 2 ½ - 5 ½ Sieg. Und dies obwohl wir ersatzgeschwächt waren, was allerdings für Hellern ebenfalls zutraf. Nur unser „Ersatz“ performte wesentlich besser…siehe unten.

Aufmacher

 

 

Da ich selber lange am Schwitzen war, kann ich für die folgende chronologische Reihenfolge leider nicht garantieren.

 

Brett 2:

Als Erster war jedenfalls

Jürgen 

Jürgen Meijerink

fertig, was ich noch genau weiß, denn schließlich saß er ja neben mir (LOL). In einem 20-Züger stand er immer ein wenig schlechter, verteidigte sich jedoch sorgfältig und erreichte das Remis.

½ - ½

 

Brett 4:

 Niklas

Niklas Brinkers

stand mit den schwarzen Steinen von Anbeginn an unter starken Druck und klar am Rande einer Niederlage. Doch die Stellung war sehr taktisch geprägt und sein Gegner ließ ein um das andere Mal den Killer-Move aus, um dann selber im Zug 32 Suizid zu begehen. Niklas ließ sich diese Gelegenheit im Gegensatz nicht entgehen und hätte im Zug 39 ein Endspiel mit Mehrspringer und unaufhaltsamen b-Bauern erreicht, wenn sein Gegner nicht im 38. aufgegeben hätte.

½ - 1 ½

 

Brett 5:

 Michael

Michael Rosin

war aus einer „kreativen“ Eröffnung besser herausgekommen und hatte das vorteilhaftere Mittelspiel. Das gipfelt in eine kleine Taktik mit Bauerngewinn im Zug 18, worauf sein Gegner vollkommen entnervt gewesen sein musste, denn danach spielte er nur noch ungenau weiter. Und so hätte er 5 Züge später auch noch einen Springer drauf geben müssen – doch er reichte lieber die Hand über das Brett.

½ - 2 ½

 

Brett 6:

Bei ihrem ersten Einsatz in der Zweiten zeigte

 Sophia

Sophia Brunner

einen souverän sicheren Auftritt, das Gleichgewicht war niemals ernsthaft gestört und zwischendurch hätte sie sich sogar einmal einen Vorteil holen können. Die Partie wurde 53 Züge lang bis auf die letzte Patrone ausgekämpft, ohne dass Sophia auch nur ansatzweise irgendwo gestrauchelt hätte – ein sehr sauberes Remis.

1 – 3

 

Brett 8:

Ähnlich wie bei Niklas nahm die Partie von

 Inken

Inken Meijerink

einen kuriosen Verlauf, denn Inken stand bis so ca. Zug 30, und das seit Längerem, klar auf Verlust. Doch ihr Gegner misshandelte das Turmendspiel gröblich, und als Inkens schwarzer König, in einer Stellung mit eher geschlossenem Charakter, plötzlich auf d3 erschien, begann sich das Blatt zu wenden. Inken gelang es mit schöner Turmendspiel-Technik (wie oben bei Sophia zeigte das Jugendtraining hier seine Wirkung!) tatsächlich sich im Zug 45 eine Gewinnstellung zu erspielen, die auch noch im Zug 53 auf dem Brett stand, als man sich dann plötzlich und überraschend zum Friedensschluss die Hand reichte. Ein „gerechtes“ Ergebnis also? Naja – mag sein, aber Schach ist nicht gerecht…

1 ½ - 3 ½

 

Brett 7:

 Mike

Mike Kleine

und sein Gegner „strapazierten“ lange ihre jeweiligen theoretischen Kenntnisse, behandelten auch das Mittelspiel nach Lehrbuch, so dass es naturgemäß immer mehr oder weniger Ausgleich war. Mikes Gegner beging dann allerdings im Zug 25 einen Fehler, den Mike, mit anschließender Gewinnstellung, hätte taktisch ausnutzen können, so er es denn gesehen hätte. Das war aber auch alles gar nicht nötig, denn sein Gegner überschritt im Zug 33 in einer „=“-Stellung die Zeit!

1 ½ - 4 ½

 

Brett 3:

Als Berichterstatter

 Jochen Fab

(=H.-J. Schrader)

ist es natürlich immer etwas schwierig, sich selber zu loben, doch unbescheiden wie ich bin, hätte ich da eigentlich keinen Schmerz hier mit solchen Begriffen wie „Glanzpartie“ etc. zu hantieren, wenn es da nicht doch noch den einen oder anderen Schönheitsfleck gegeben hätte, die der Computer gnadenlos enthüllt. Jedenfalls überspielte ich meinen Gegner sowohl theoretisch, als auch praktisch, bekam Angriff unter dem Motto „Opfer (Läufer)! Opfer (Qualität)! Matt!“, was meinen Gegner im 39., einen Zug vor dem Matt, zur Aufgabe zwang. Normal eine Partie zum Abfeiern, ja – wenn mein Gegner nicht zwischendurch ein Damenopfer übersehen hätte, was MICH zur sofortigen Aufgabe gezwungen hätte – und wenn ihm nicht ebenfalls eine einfach fantastische Remisabwicklung am Ende entgangen wäre:

Schrader H.-J - Rein Joachim 38.Se3  

Ich hatte hier zuletzt mit Weiß 38.Sg4-e3!? (38.De1! +- gewinnt klar) gezogen, wonach, bis auf eine Ausnahme, jeder schwarze Zug verliert (wie auch der Partiezug 38… Tdd8?? 39.Dh3+ 1-0), wobei ich natürlich vorher auch lange (mehr als 5 min) über die Möglichkeit 38… Txb2+!! gegrübelt hatte, um nicht noch in irgendwelche Dauerschachgeschichten reinzulaufen – hatte aber nichts gesehen und war entspannt. Doch der Computer enthüllt den schachlichen Wahnsinn:

38… Txb2+!! 39.Kxb2 (die Verweigerung der Opferannahme führt sofort zu Remis lt. Computer)

39… Tb8+ 40.Ka2 (oder 40.Ka1 – alles andere ist Dauerschach nach Dc5+)

Schrader H.-J - Rein Joachim 40.Ka2 

Und hier habe ich nichts mehr gesehen für Schwarz. Schwerer Irrtum vom Amt!!

40… Dxg2+!! Wahnsinn! Was für ein Zug!!! Der hätte mich glatt vom Stuhl gehauen… Das den keiner von uns beiden gesehen hat ist, denke ich, verzeihlich, zumal wir knapp in der Zeit waren.

41.Sxg2 Tb2+!! und der „Rambling Rook“ macht Remis, denn Schwarz steht Patt! Zum Beispiel:

42.Ka1 Tb1+!! 43.Ka2 Tb2+!! 44.Kxb2= Patt!

1 ½ - 5 ½

 

Brett 1:

Als Letzter spielte

 Patrick

Patrick Wiebe.

Auch hier wurde die Theorie relativ lange strapaziert, und in dem anschließenden Mittelspiel war es dann Patrick, der sich einen schönen klaren Vorteil herausspielte. Doch anstatt sich, in einer zugegeben taktisch sehr komplizierten Stellung, im Zug 37 eine Gewinnstellung zu holen, produzierte er nur einen Zug später einen „??“-Zug, der Patrick drei Züge später, wie von Zauberhand, forciert eine Figur kostete. „Wie von Zauberhand“ deswegen, weil man es zuerst ohne die Engines gar nicht versteht – ich jedenfalls nicht, denn „simple chess“ ist etwas anderes. Patrick kämpfte zwar noch ein Dutzend Züge heroisch weiter, doch für seinen Minusspringer hatte er einfach nicht genug Kompensation – Aufgabe im Zug 55.

2 ½ - 5 ½

 

Ein schöner Sieg, über den sich nicht zuletzt auch zwei unserer anwesenden Oberligaspieler (Fabian und Ludger) freuten.

In der nächsten Runde 3 am 24.11. dürfen wir dann wieder mal in die Hansestadt Uelzen reiten, wo wir normal Außenseiter sind – doch wenn wir diese Form konservieren können sind wir allemal für eine Überraschung gut!

 

Überraschende Grüße

Jochen, 28.10.2019