Trainingszeiten

Jugendliche:
Montag 17:00 - 18:00 Gr. C (geb. 1999 und jünger)
17:00 - 18:30 Gr. A u. B (geb. 1998 und älter)
Freitag 17:30 - 19:00 Uhr (alle Gruppen)
Erwachsene:
Montag ab 19:00 Uhr
 
Spiellokal: HRS Nordhorn-Süd (ehem. Elisabethschule)
  Friedrich-Runge-Str. 28; 48529 Nordhorn

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Zweite Mannschaft gewinnt souverän mit 5,5 – 2,5 Punkten

 

Nachdem wir nach dem kampflosen 8 – 0 Sieg gegen die Bremer SG in den beiden dann folgenden Spielen gegen die SG Ammerland nur mit 5 Spielern antraten (2 – 6 Niederlage) und im Heimspiel gegen Werder Bremen IV nur 6 Akteure aufbieten konnten und dort nur knapp mit 3,5 – 4,5 unterlagen, konnte ich an diesem Spieltag aus dem Vollen schöpfen und engagierte Alwin Gebben und Thorsten Wolterink aus der Dritten, sodass wir tatsächlich mal 8 Spieler an das Brett bekamen.

Auch Jan van der Veen war wieder an Bord und so hatten wir ein gutes, hochmotiviertes Team in der Mensa der Ludwig-Povel-Schule am Start.

 

 

Aufgrund der Aufstellung waren wir leicht favorisiert, aber das ist ja immer so eine Sache. Aber in diesem Mannschaftskampf lief es wie aus einem Guss. Bereits frühzeitig sah es an den meisten Brettern gut aus.

 

Mir selbst (Michael Rosin) blieb es vorbehalten, den ersten vollen Punkt zur erzielen. Mein Gegner streute einige schwache Züge in der Eröffnung ein, so dass ich bereits frühzeitig mit Schwarz besser stand. Durch die Verhinderung der Rochade konnte ich den König in der Mitte festnageln, was ihm bereits nach nur 20 Zügen und 3 Stunden zum Verhängnis wurde. Nachdem ich erst die erste und dann die zweite Figur gewann, wollte er nicht mehr und gab auf.

Genath Horst - Rosin Michael 16Txc5

 

Die Stellung ist auch nach jetzt 17.Dd1 Tbc8-+ für Schwarz gewonnen, denn aus diesem Klammergriff kann sich Weiß nicht mehr befreien. Es kam jedoch der Kurzschluss:

17.Db1?? Db5! Und wie deckt man jetzt das Matt auf e2? Einzige Möglichkeit: 18.Sec4 Lxf4 19.exf4 dxc4 20.Sxc4

Genath Horst - Rosin Michael 20.Sxc4
Und ohne Txc4! abzuwarten, was den zweiten Springer auch noch gewonnen hätte, gab mein Gegner auf.

 

Alwin Gebben musste mit Weiß die Angriffsbemühungen seines Gegners abwehren, was ihm ausgezeichnet gelang. Nach einem Einsteller seines Gegenübers gewann er nur Minuten später und erhöhte auf 2 – 0.

 

Jan, mal wieder dabei, erzielte ebenfalls kurz später ein wichtiges Remis in einer für ihn ungewohnten Eröffnung, wie er mir später sagte.

 

Mike Kleine hatte irgendwann eine Figur mehr, aber sein Gegner hatte vier Bauern dafür, was optisch nicht besonders gut für Mike aussah. Irgendwie wickelte er aber in ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern und zwei Minusbauern ab, dass der Bremer dann Remis gab. So führten wir 3 – 1 und auch in den anderen Partien sah es gut aus.

 

Patrick erreichte zum Schluss mit Schwarz in einer, wie er meinte, zum Schluss ausgeglichener Stellung in Zeitnot ebenfalls eine Punkteteilung, die aber weiterhalf.

 

Jürgen Meijerink verbesserte seine Stellung mit zunehmender Spielzeit mit den schwarzen Steinen und zwang seinen Gegner durch sein souveränes Agieren zur Aufgabe, was den Gesamtsieg sicherstellte.

Jonnek Thomas - Meijerink Jürgen 26b4

 

Hier war zuvor 26.Lf2-e3? geschehen. Nach [ 26.Kg2 ] oder [ 26.h3 ] wäre Schwarz nur minimal besser gewesen. Dieser Fehler gab Jürgen die Gelegenheit zu dem wunderschönen:
26...b4!! Siehe Diagramm. So einen Durchbruch kann man schon mal übersehen!

27.cxb4? Das geringere Übel wäre noch gewesen [ 27.axb4 a3!! 28.Lf2 ( 28.bxa3 Dxc3-+ ) 28...axb2 29.Sb3 Dxc3-+ ], verliert aber auch auf Dauer.
27...Lxd4 28.Lf2 Lxb2 29.Sb1 Ld4!-+

Jonnek Thomas - Meijerink Jürgen 29Ld4-

Schwarz beherrscht das Brett und nur 7 Züge später stand es 0-1.

 

Thorsten Wolterink nahm dann das Remis in ziemlich ausgeglichener Stellung nach gutem Spiel an und Niklas gab seine wie immer kompromisslos geführte Partie auch Remis, was den 5,5 – 2,5 Endstand bedeutete. Evtl. war hier mehr drin, das werden die Analysen zeigen. Trotzdem war das eine hervorragende Partie von Niklas gegen einen nominell stärkeren Gegner.

 

Bemerkenswert ist, dass wir nur gut 3,5 Stunden spielten und kein Spieler seine Partie verlor. Das kommt auch nicht alle Tage vor. Mit dem Sieg sind wir im Mittelfeld auf dem 5. Platz und dürften mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben, auch wenn wir in zwei Wochen beim OSV klarer Außenseiter sind. Aber mit der heutigen Einstellung ist vielleicht eine Überraschung möglich.

 

Michael Rosin, 8. Mai 2022