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Deutliche Niederlage für die Dritte Mannschaft
Wenn es auch von den Wertungszahlen eigentlich eher ein Kampf auf Augenhöhe war, unterlagen wir in einem Heimspiel gegen das Tabellenschlusslicht SK Union Oldenburg 2 sehr deutlich mit 1,5 – 6,5. Was im Einzelnen geschah, erfährst Du im folgenden Bericht.
Brett 1:
Andre versuchte seinen Bauernverlust durch aktives Spiel zu kompensieren, doch dabei verirrte sich sein Springer, so dass dieser plötzlich kein Feld mehr hatte und weggefangen wurde.
0 – 1
Brett 6:
Jörg sorgte für den einzigen Lichtblick des Tages, denn er lieferte die einzige Gewinnpartie für uns ab. Er legte seine Partie unternehmungslustig an und stand, nach Computer, schon nach 10 Zügen auf Gewinn. Der gegnerische König war im Zentrum festgenagelt, und nach 30 Zügen wäre er forciert in zwei Zügen mattgesetzt geworden.
1 – 1
Brett 3:
Alwin war klar im Vorteil, den er jedoch zum Ausgleich verspielt hatte, als er einen taktischen Schlag mit Springeropfer im Zentrum übersah. Der hieraus resultierende Freibauer hätte erhebliche Materialverluste bedeutet, weswegen Alwin aufgeben musste.
1 - 2
Brett 4:
Die Partie plätscherte immer so um den Ausgleich herum, als Thorsten im Zug 24 einen vergifteten Bauern naschte, denn der anschließende Doppelangriff kostete eine Figur. Diese konnte er sich zwar wieder zurückholen, jedoch nur um den Preis einer erheblich geschwächten Königsstellung, wonach der gegnerische Angriff durchschlug und erneut mindestens eine Figur gekostet hätte.
1 - 3
Brett 7:
Die Oldenburger hatten vermutlich im Vorfeld unsere Aufstellung studiert, und deswegen mich (=H.-J. Schrader) mit ihrem nominell stärksten Spieler gepaart (Ok, es war eine Nachmeldung…). Mein Gegner legte die Partie scharf (bei beiderseitigen kurzen Rochaden) mit g4 und h4 an, doch ich verteidigte mich gut, kam zeitweise in Vorteil, und opferte eine Qualität für die ich nicht nur einen Bauern, sondern auch volle Kompensation durch den mittlerweile nackten gegnerischen König hatte. Es mündete in einem Endspiel T versus L, mit einem Freibauernpaar für mich. Dieses war nach Computer totremis, doch traumhaft sicher gelang es mit erneut, dieses Endspiel in relativer Zeitnot einzügig einzustellen.
1 – 4
Brett 8:
Auch Hendrik bekam es mit einer Nachmeldung zu tun, und so war mit 300 Punkten die Wertungszahldifferenz deutlich zu seinem Nachteil. Doch Hendrik spielte gut, hielt die Partie immer mehr oder weniger im Gleichgewicht, als er in einem TL/TL-Endspiel eine Taktik übersah, die ihm den Läufer kostete.
1 – 5
Brett 5:
Harald stand passiv und wurde klassisch eingeschnürt, was ihn einen Bauern kostete. Befreiungsversuche mündeten in einen weiteren Bauernverlust, und so gab er das vollkommen aussichtslose Endspiel S versus L im Zug 49 auf.
1 – 6
Brett 2:
Michael spielte als Letzter eine ausgeglichene Partie. So um Zug 35 herum startete er einen Angriff, der ihn zeitweise in Vorteil brachte – aber mehr auch nicht. Im Zug 42 einigte man sich auf Remis, wobei Michael sogar noch Glück hatte, denn im letzten Zug gab es eine versteckte für den Oldenburger gewinnende Taktik, die aber schwer zu sehen war.
1 ½ - 6 ½
Zumindest in dieser Höhe eine unnötige Niederlage, denn wir spielten, Jörg & Michael ausgenommen, alle unter unseren eigentlichen Möglichkeiten. Es wurde schlicht und einfach zu viel gepatzt und Oldenburg hat vollkommen verdient die rote Laterne abgegeben. In der nächsten Runde am 09.03. kommen wir dann, Abwechslung bereichert schließlich das Leben, gegen den Tabellenersten Hagener SV. Ich fände es nur logisch, dass wir, wenn wir gegen den Tabellenletzten verlieren, jetzt gegen den Tabellenersten gewinnen!
Logische Grüße
Jochen, 24.02.2025