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Knappe Niederlage in Lehrte, aber Jan überragend!
In der sechsten Oberliga-Runde gastierten wir in Lehrte. Zwar waren wir nicht ganz so stark aufgestellt wie zuletzt in Kirchweyhe, aber gingen dennoch als Favorit in das Duell. Dennoch stand nach knapp 5 Stunden Spielzeit eine knappe 3,5-4,5 Niederlage fest.
Überragend waren die beiden Ersatzspieler Hans und vor allem auch Jan mit den schwarzen Steinen. Aber von Beginn an:
Brett 1:
Frank und sein junger Gegner verweigerten quasi ihre Arbeit. Bereits nach 5 Zügen fiel beiden nicht mehr ein als ein Zugwiederholung zu spielen. Aus Lehrter Sicht ist ein Schwarzbrett weg, und aus unserer Sicht ist eins von 5 Duellen auf Augenhöhe nicht verloren gegangen, bei 3 waren wir eher favorisiert. Das Frank nach nicht einmal 30 Minuten fertig ist, hat nun schon Tradition :).
Brett 2:
Oje, ich schaue nach der Eröffnung bei Frits aufs Brett und denke so: "Hmm, die Stellung kenn ich doch, das hatte Frits diese Saison schon einmal auf dem Brett". So war es dann auch und wieder stand er sehr bescheiden und hatte extrem schwieriges Spiel. Sein Gegner opferte stark einen Bauern für Königsangriff, ließ Frits allerdings noch einmal zurückkommen, aber verteidigen ist immer schwerer als anzugreifen und so nutzte sein Gegner seine nächste Chance zum Knock-Out und wir lagen hinten.
Brett 4:
Es sollte ein fürchterlicher Start werden. Dabei hatte Timo eine schwierige Eröffnung auf dem Brett, stand aber ok. Verpasste allerdings den Königsangriff vor dem Damentausch zu starten, der gute Optionen gebracht hätte. So verblieb ein schwacher Bauer auf seiner Seite und für Aktivität probierte er noch einen weiteren zu opfern. Doch er kam zu spät und musste sich dem genauen Spiel seinen Gegenübers geschlagen geben. Mit schwarz läuft es diese Saison leider bei ihm nicht (leider hatte er zu 80% schwarz).
Brett 6:
Oje das Wort Eröffnung streichen wir mal besser, es war eher ein Figurenrücken bei Jens, was ihn in eine schwierige Lage brachte. Er probierte kreativ mit Bauernopfer einen Königsangriff zu erzeugen. Doch so wirklich gelang das nicht. Doch es entstand noch eine trickreiche Zeitnotphase, wo sein Gegner fehlgriff und Jens taktische die Partie hätte gewinnen können. Schade Chance nicht genutzt und selber in Zeitnot fehlgegriffen und die Partie zum deutlichen Rückstand verloren. Autsch, wird es eine Klatsche ?
Brett 7:
Eine sehr dominante Weißpartie zeigte Hans. Er bestrafte das passive Spiel seiner Gegnerin und verschaffte sich Vorteile am Dameflügel. Er pushte seinen A-Bauern bis a6 und stand auf Gewinn. Er gewann dann einen Bauern, ließ sich dabei allerdings etwas zurückdrängen. Doch das schien kein Problem zu sein. Es tauschten sich Figuren, Hans gewann eine Qualle und verkürzte auf 1,5-3,5.
Brett 8:
In seiner dritten extrem starken Partie in der Oberliga belohnte sich Jan erstmals. Er spielte eine spannende Variante gegen Spanisch und bekam früh das Läuferpaar für einen Doppelbauern. Er opferte toll einen Bauern und öffnete die Stellung. Die Läufer leuchteten der D-Bauer wurde gepusht. In der sehr reifen Partie holte er sich zunächst den Bauern zurück und hatte weiterhin die aktiveren Figuren und auch sein L war dem gegnerischen S überlegen. Zwar verpasste er den ersten taktischen Gewinn, aber konnte so immerhin noch üben wie man ein Turmendspiel mit 3 vs 2 Bauern spielte. Das machte er fehlerfrei und brachte uns auf 2,5-3,5 ran. Das Trainerherz weinte als er beim anschließenden Essen aus dem Nichts meinte:"Da hat sich das Endspieltraining mit dir ja gelohnt"!
Brett 5:
Sehr gerne hätte ich es Jan gleich getan. Aus der Eröffnung kam ich sehr ordentlich, ehe ich merkte hmm wie mache ich weiter ... Ich setzte schwach fort und kam in Nachteil, doch nach Damentausch mochte der Computer meine Stellung zwar weiterhin nicht, aber ich hatte 2 vs 1 am Damen-Flügel, während schwarz am K-Flügel durch den doppelten F-Bauern eig keine Siegchancen im SL Endspiel hatte. Nun ich erkämpfte mir die Gewinnstellung, bekam einen Freibauern bis a5 und hatte den gewinn auf dem Brett. Doch ein Blackout stellte die Partie ins Remis ein. Schade. Oje (Die Partie ist übrigens an 2 Stellen falsch eingegeben auf der DSB-Seite) :). 3-4
Brett 3:
So spielte nur noch Rob. Er baute sich aktiv auf und dominierte das Brett mit dem Läuferpaar. Gefühlt war Weiß deutlicher am Drücker als es die engine bestätigt, denn plötztlich drohte sein Gegner ein hübsches SS-Matt. Dennoch die offene G-Linie und die LL versprachen viel. Doch uppsala. Txg7?! Warum ... Ich glaube es war nicht nötig und auch die Maschine meint das. Statt solider Vorteil nun kämpften ums Remis mit Läuferpaar + Bauer. Doch rein optisch aktivierte sich Robs König und ich/wir fingen an dran zu glauben. Doch es tauschten sich schließlich zu viele Bauern und es wurde Remis vereinbart. Somit stand die 3,5-4,5 Niederlage fest.
Dennoch bleiben wir auf Rang 4, doch die Teams rutschten insgesamt näher zusammen. Ansonsten gewann Kirchweyhe 2 gegen Bremen 3 mit 5-3, Lister Turm 2 siegt souverän gegen Uelzen mit 6,5-1,5, Hellern und Delmenhorst trennen sich 4-4 Unentschieden und Osnabrück unterliegt hauchdünn Oldenburg mit 3,5-4,5.
Am kommenden Spieltag empfangen wir die unberechenbare Mannschaft von Werder 3 (gut das wir auch unberechenbar sind).